Befestigung am Stahlträger mit Trägerklammern ohne Schweißen und Bohren

Trägerklammern dienen der sicheren Befestigung zusätzlicher Komponenten unterhalb von vorhandenen Stahlkonstruktionen (I-,T, U-Träger und Winkelprofil). Hauptsächlich werden die Trägerklammern bei der Installation von Elektro-, Heizungs-, Klima-, Lüftungs-, Sanitär- und Sprinklersystemen eingesetzt, insbesondere auch dann, wenn es darauf ankommt, in explosionsgefährdeten Bereichen Verbindungen ohne Schweißen und Bohren herzustellen.

Gefertigt werden diese Teile aus Temperguß. Nach der erforderlichen Bearbeitung des Grundkörpers mit Gewinde und/oder einem Durchgangsloch sowie einer Oberflächenveredlung wird eine Stahl-Feststellschraube mit Ringschneide, auf die eine Kontermutter geschraubt ist, vormontiert. Die Teile sind dann für eine schnelle Montage am Stahlträger vorbereitet.

Zunächst wird die Trägerklammer mit der Spannschraube handfest und dann entsprechend der Montageanleitung des Herstellers auf den Flansch aufgeschraubt. Die Ringschneide der Schraube dringt dabei in das Trägermaterial leicht ein und gibt mit der Kraftübertragung hohe Sicherheit. Ergänzend ist die Kontermutter anschließend ebenfalls gemäß Montageanleitung anzuziehen.

Abhängig davon, ob es sich um eine Trägerklammer mit Anschlussgewinde oder Durchgangsbohrung handelt, kann man anschließend eine Gewindestange einschrauben oder durchstecken und mit einer Sechskantmutter sichern. In diesem Fall ist die nachträgliche Höhenjustierbarkeit der Installation auch nachträglich noch möglich. An der Gewindestange werden je nach Bedarf beispielsweise Rohrschellen, Kabelbahnen, Lüftungsschächte, Montageschienen, Lampen, Deckenstrahlheizungen, Lüfter, Ventilatoren, Rasterdecken und ähnliches befestigt.

Je nach Hersteller und Ausführung verfügen die Trägerklammern über Zulassungen bei Institutionen wie zum Beispiel dem „VdS” (Verband der Sachversicherer) und/oder „FM” (Factory Mutual Research Corporation) und/oder „UL” (Underwriters Laboratories Inc.)

Trägerklammern können grundsätzlich mit einer Sicherungslasche gesichert werden wobei hierbei die Vorschriften der zuständigen Behörden zu beachten sind. Beispielsweise müssen bei Sprinkleranlagen nach VdS-Vorschriften Trägerklammern für Rohre größer DN 65 gegen seitliches Abgleiten vom Träger gesichert werden.

Im Markt verbreitet sind Trägerklammern mit Gewindegrößen M 6 bis M 16 bzw. 7 mm bis 17 mm Durchgangsbohrung in galvanisch verzinkter Ausführung. Die Sicherungslaschen sind in 2 Größen erhältlich. Sonderausführungen z. Bsp. mit großer Klemmstärke (bis 39 mm), spezielle Oberflächen und rostfreie Ausführungen sind bei entsprechenden Mengen auf Anfrage ebenfalls erhältlich.

Die Nennlasten der Trägerklammern bewegen sich je nach Ausführung bei den gängigsten Größen zwischen 1200 (N) und 5500 (N).