Wassergekühlter PC und PC mit Wasserkühlung

Computer sind aus unserem täglichen Leben heutzutage nicht mehr wegzudenken. Genauso wie bei einem Auto, wo sich die Auswahl von einer gemütlichen Familienkutsche bis hin zu einem Supersportwagen erstreckt, trifft einen die Qual der Wahl bei einem Computerkauf. Ob ein günstiger Office Rechner oder ein High End PC – nach einer kurzen Recherche findet man eine Menge Angebote. Wenn man gerade nach einem schnellen PC-System Ausschau hält, mit dem rechenaufwendige Programme, und vor allem neueste Spiele endlich problemlos laufen sollen, stößt man früher oder später auf den Begriff – PC Wasserkühlung. Wassergekühlte PCs besitzen ein internes Kühlsystem, das auf einem Wasserkreislauf basiert. Die Wärme von den Komponenten wird dabei über Kühlkörper an das Wasser übergeben. Im Kreislauf ist immer ein Wärmetauscher, meistens in Form eines Radiators, enthalten, welcher mit Luftstrom gekühlt wird. Er ist in der Regel so platziert, dass die warme Abluft direkt nach außen gelangt. Für die Zirkulation des Wassers im Kreislauf sorgt eine Pumpe. Um temperaturbedingte Volumenänderungen des Wassers auszugleichen, ist im Kreislauf außerdem immer ein Ausgleichsbehälter integriert, welcher eine kleine Menge Luft enthält.

Ein wassergekühlter PC bietet gleich mehrere Vorteile. Rein technisch gesehen, ermöglicht die Wasserkühlung eine besonders effektive Wärmeabfuhr, sodass, im Vergleich zu den meisten Luftkühlern, ein geringerer Luftfluss notwendig ist. Deshalb ist eine Wasserkühlung meist leiser, kühlt allerdings besser als gewöhnliche Luftkühlung. Dadurch, dass die warme Luft erst im Radiator entsteht und danach direkt nach außen austritt, ist die Lufttemperatur im gesamten PC geringer, es entstehen weniger Wärmestaus. Halbleiter, aus denen die ganze Elektronik im PC besteht, altern umso schneller, je höher deren Temperatur ist. Dank der geringen Betriebstemperatur erhöht sich deshalb die Langlebigkeit und Stabilität der gekühlten Komponenten. Dadurch, dass die Lufttemperatur im Gehäuse sinkt, breitet sich dieses Effekt auch auf andere Komponenten, und somit auf das gesamte System aus.

Wann macht es also Sinn, einen PC mit Wasserkühlung in Betracht zu ziehen? Grundsätzlich, eine Wasserkühlung lohnt sich vor allem für leistungsstarke Systeme, wie beispielsweise Gaming-PCs, die mit Komponenten bestückt sind, die unter Last eine nicht unerhebliche Wärmeentwicklung haben. Besonders interessant, sogar oft unerlässlich, wird eine Wasserkühlung allerdings erst, wenn ein PC-System übertaktet wird. Bei High End PCs ist eine Übertaktung sehr beliebt, und wird von einigen PC-Herstellern sogar ab Werk angeboten. Sie erlaubt es, die Leistung des PCs durch eine Erhöhung der Taktfrequenz, vor allem der Taktfrequenz des Prozessors, noch weiter zu steigern. Zum Beispiel, moderne Mehrgrafikkartensysteme wie NVIDIA SLI und ATI CrossFireX können ihre volle Leistung oft erst mit einem übertakteten Prozessor entfalten. Zusammen mit der Taktfrequenz steigt aber auch die Wärmeentwicklung: Standard-Kühllösungen, und sogar die besten und teuersten Luftkühler stoßen sehr schnell an ihre Grenzen. Erst der Einsatz einer Wasserkühlung ermöglicht dabei niedrige Temperaturen und einen langfristig stabilen Betrieb.