Natursteine waren schon immer ein wichtiger Rohstoff für den Menschen – zum Beispiel für den Werkzeug- oder Hausbau. Doch wie wird der Naturstein definiert, woher stammt er und wofür wird er hauptsächlich eingesetzt?

Abgrenzung: Naturstein vs. Kunststein

Stammen Steine nicht immer aus der Natur? Und werden diese nicht stets auf natürliche Art und Weise gewonnen? Bei diesen Fragen wird bewusst, dass eine Abgrenzung gar nicht so eindeutig ist. Bei einem Naturstein ist zum einen ausschlaggebend, dass dieser gewachsen ist – im Gegensatz zum Kunststein. Außerdem ist maßgeblich, dass er als wirtschaftliches Gut betrachtet wird. Ist dies nicht der Fall, so ist lediglich die Sprache von Gestein. Im wirtschaftlichen Bereich dividiert man Natursteine in die Gruppen Erstarrungsgestein, Ablagerungsgestein und Umwandlungsgestein.

Beim Kunststein werden zum Beispiel gebrochenes Gestein und Sand mit Zement oder Harz gebunden und in eine gewisse Form gebracht. Klinkersteine, Kalksandsteine oder Mauersteine bezeichnet man unter anderem als Kunststein. Besonders seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gewann der Kunststein an Bedeutung, da die Natursteinvorkommnisse nicht mehr auszureichen schienen. Auch in der DDR wurde er wegen nicht ausreichender Natursteinvorräten und -abbaugebieten als wichtiger Baustoff produziert und verwendet. Als der Import immer verbreiteter und einfacher wurde, stieg auch die Nachfrage nach Naturstein seit Anfang der 1970er Jahre in der BRD wieder stetig an.

Herkunft und Gewinnung des Natursteins

Natursteine werden in Steinbrüchen in unterschiedlichen Teilen der Welt gewonnen. Insbesondere zählen Südafrika, Brasilien, Indien, China, Italien, Spanien und Skandinavien zu den Abbaugebieten. Auch in Deutschland gibt es regionale Gesteinsvorkommen, wie den Ruhrsandstein, Grauwacke und vieles mehr.

Gewonnen wird ein Naturstein heutzutage durch Seilsägen, zum Beispiel mit Diamantseilen, Schrämen und moderner Technik. Die Natursteine werden als Rohblöcke aus der Wand gelöst und via Lkw, Schiff oder Zug zur Weiterverarbeitung transportiert. Dort schneidet man die Blöcke je nach Wunsch in verschiedene Formen und Größen. Im Anschluss ist es möglich, die Oberfläche zu bearbeiten – von groben bis zu Hochglanz-Oberflächen.

Anwendungsgebiete von Natursteinen

Generell sind Natursteine aufgrund der vielseitigen Größen und Ausführungen sowie ihrer hohen Rohdichte und Festigkeit in nahezu allen Gebieten einsetzbar. Sowohl im Außenbereich, wie im Hausbau und der Gartengestaltung, als auch im Innenausbau, beispielsweise für Bodenbeläge, werden sie verwendet. Sie sind in ihrer Beschaffenheit und Farbe stets einzigartig und mit Kunststeinen daher auch optisch nicht zu ersetzen.

Natursteine eignen sich sehr gut für den Innenausbau im Haus, da sie keine giftigen Substanzen enthalten und somit chemische Ausdünstungen nicht möglich sind. Gerade im Küchenbereich ist dies ein wichtiger Faktor. Unter praktischen Aspekten sind die Steine ideal für Arbeitsflächen oder Bodenbeläge aufgrund ihrer robusten, langlebigen Beschaffenheit. Auch sind sie beliebt für ihre natürliche und zeitlose Optik – besonders im Zusammenspiel mit Glas und Metall.

Im Garten lässt sich mit Natursteinen das gewünschte Ambiente erzielen – von mediterran über modern bis hin zu rustikal. Sie können im Außenbereich für den Bau der Terrasse, das Errichten von Abgrenzungen und Mauern sowie für dekorative Elemente verwendet werden. Auch hier ist die Belastbarkeit dieses Baustoffes ein wichtiger Aspekt, welcher ihn in der Gartengestaltung unersetzbar macht. Auch für Fassaden, Restaurationen oder Grabsteine wird der Naturstein verwendet sowie in der Steinbildhauerei, beispielsweise für Denkmäler und Skulpturen.

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Nachhaltigkeit von Natursteinen

Natursteine werden als umweltschonend betrachtet, da keine Mengen des Materials verloren gehen. Zum einen können Reste des Baustoffes, z. B. Schotter, Splitt und Ziersteine, in anderen Gebieten wie der Gartengestaltung verwendet und nicht mehr benötigte Stoffe einfach recycelt werden. Auch sind die Steine schadstofffrei. Sie verleihen dem Hausbau außerdem eine gewisse Nachhaltigkeit, denn sie sind langlebig und haben eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität.