Allgemein, Schönheit

Brustchirurgie, Brustverkleinerung, Gynäkomastie

Die vergrößerte Männerbrust (Gynäkomastie)
Man(n) hat damit jeden Sommer ein Problem …

Die Vergrößerung der männlichen Brust wird meist als sehr unangenehm empfunden und regelmäßig belastet sie den Betroffenen Mann subjektiv sehr stark. Folgen sind die Meidung von sportlicher Betätigung wegen Scham in der Umkleidekabine oder im engen Trikot, Meidung von Schwimmbädern (besonders schlimm für Väter kleiner Kinder) und oft ganz erhebliche partnerschaftliche Probleme allgemeiner und sexueller Art. Ich kenne bereits diesbezüglich viele verschiedene Beispiele aus meinem Patientengut.

Wodurch kommt die Brustvergrößerung beim Mann?
Hierfür gibt es mehrere mögliche Gründe. Daher gibt es auch verschiedene medizinische Bezeichnungen, die auch von Ärzten vielfach „durcheinander geworfen” werden:
Die Echte Gynäkomastie ist eine reine Vergrößerung des männlichen Brustdrüsenkörpers und meist hormonell bedingt. Sie stellt eine „Erkrankung” im Sinne des Gesetzes dar und ihre Behandlung wird bei Nachweis von den Krankenkassen übernommen.
Die Fettbrust (Lipomastie) ist vorwiegend bedingt durch Übergewicht. Sie untersteht nicht der Krankenkassen -Leistungspflicht. Daher wird ihre Behandlung als ästhetische Leistung angesehen und muss vom Patienten selbst bezahlt werden.

Die Behandlung der Gynäkomastie und Lipomastie.
Eine nachgewiesene Gynäkomastie (Männerbrust) kann über einen Brustwarzen - Randschnitt problemlos und ohne später sichtbare Narben über eine ambulante Operation - ohne Narkose - behoben werden. Der Drüsenkörper wird entfernt und die Brustform mittels Fettabsaugung exakt in ihrer Oberfläche an den restlichen Körperstamm angeglichen.
Bei der Lipomastie gestaltet sich die Operation anders: Da die Brust hier ja ausschließlich aus Fettgewebe besteht, reicht auch eine reine Fettabsaugung (Liposuktion) aus. Die „neue Brust” des Mannes wird in einer einzigen, ambulanten OP - Sitzung in örtlicher Betäubung, auf Wunsch in Dämmerschlaf, sehr schonend und schmerzfrei neu geformt und natürlich gestaltet.

Gibt es Probleme einer operativen Behandlung der Gynäko- / Lipomastie?
Ja, die gibt es leider. Sie werden üblicherweise ausgelöst durch Ärzte, die in der Plastischen Chirurgie nicht ausgebildet sind und solche Operationen nur gelegentlich durchführen. Diese Probleme können sehr schwerwiegend sein und die Patienten ganz erheblich belasten.
Die wichtigste und häufigste Komplikation ist die Entfernung von so viel Brustdrüsen- und Fettgewebe, dass die Brustwarze in einer „kraterartigen Einsenkung” zurückbleibt und manchmal sogar auf den Rippen narbig festwächst. Der Effekt ist hochdramatisch und lässt sich manchmal nur mit komplizierten, plastisch - chirurgischen Methoden und nicht selten mehreren Folgeoperationen beherrschen.
Die zweite, wichtige Komplikationsmöglichkeit ist der teilweise oder vollständige Verlust der Brustwarze durch falsche Operationstechniken. Das Gewebe stirbt dann infolge Durchblutungsstörungen ab.
Drittens kommt es immer wieder vor, dass durch fehlerhafte oder veraltete Operationstechniken seitens des Chirurgen viel zu große Narben in Kauf genommen werden, die eine Brust ganz erheblich entstellen können.

Ein Rat: Gehen Sie nicht zu „”irgendeinem Arzt” oder in “irgendein Krankenhaus”, weil es Ihre Krankenkasse nur so bezahlen will. Wenden Sie sich an einen ausgewiesenen Plastischen Chirurgen. Er ist auf diesem Gebiet ausgebildet und wird Sie fachgerecht beraten und behandeln.
Sollten die bezeichneten Probleme bereits eingetreten sein, dann ist selbstverständlich immer noch etwas zu machen, um Ihre Situation zu verbessern. Der Aufwand ist allerdings meist deutlich höher und deshalb mit vermehrten Kosten verbunden. In diesem Fall sollten Sie sich an keinen anderen als einen ausgebildeten Facharzt für Plastische Chirurgie wenden. Er wurde in wiederherstellender Chirurgie sicher gründlich ausgebildet.

Die 5 neusten Artikel Die 5 beliebtesten Artikel